Bei der aus Korea stammenden Kampfkunst wird ohne Waffen im Zweikampf gekämpft. Die Techniken sind geschichtlich bedingt dabei teilweise aus dem japanischen Karate übernommen. In den Schulen, den Dojos, werden schon die Jüngsten trainiert und die Lehren der asiatischen Kampfkunst eingewiesen. Dabei kämpft man traditionell mehr mit dem Fuß als mit der Hand. Grundsätzlich ist Taekwondo für Jedermann geeignet und es sind keine Fähigkeiten oder besonderen Vorkenntnisse notwendig. Aber wie oft muss man trainieren, damit es wirklich was bringt?

Alle Übungen im Training sind in Stufen aufgebaut und sie sind ein tolles Training für die Fitness. Dabei wird der Körper gekräftigt, schneller, beweglicher und das Selbstbewusstsein steigt. Um optimal von dem Taekwondo Training profitieren zu können ist es ratsam, mindestens 2 mal wöchentlich zu trainieren. Dabei wird der Unterricht auf die jeweilige Gruppe abgestimmt. Manchmal kommen auch ganze Familien zum Training. Einen großen Teil der Unterrichtsstunde verwenden die Gruppen auf Gymnastik, Koordinations- und Konzentrationsübungen. Ziel ist dabei die Steigerung der körperlichen Fitness und Gesundheit.

Innerhalb der Gruppe kann jeder Teilnehmer sein Leistungsniveau selbst bestimmen und anpassen.

Begonnen wird mit einer Einzelunterweisung, um die Basics kennenzulernen. Erst dann geht es in die Gruppe, wo gemeinsam trainiert wird. Dabei kommen Teilnehmer unterschiedlichen Grades, sprich unterschiedlicher Gürtelfarben, zusammen. Im Wesentlichen ist der Trainingsfortschritt natürlich vom persönlichen Einsatz und der Motivation abhängig. Gerade am Anfang steigen die Teilnehmer hoch motiviert ein, verlieren aber schnell die Konstanz und geben oftmals den Sport einfach wieder auf. Wer aber wirklich etwas im Taekwondo erreichen will und seinen Körper nachhaltig und effektiv fit halten will, wird regelmäßig am Training teilnehmen müssen.

Einige besonders talentierte Kämpfer legen den Schwarzgurt bereits nach wenigen Jahren ab. Andere brauchen im Durchschnitt 5-6 Jahre, bis sie soweit sind die Prüfungen für den Meistergürtel abzulegen. Im Training finden sich Einheiten aus Aufwärmübungen, Stretching, Ausdauer und Beweglichkeit. Neben den physischen Komponenten werden auch mentale Komponenten wie Durchsetzungswill, Instinktkontrolle, Konzentrationsfähigkeit, Geduld und Selbstbeherrschung verbessert.

Taekwondo für Jung & Alt

Für den Einstieg gibt es keine Altersgrenze. So finden sich neben speziellen Kinderkursen, in denen Dreijährige erste Erfolge verzeichnen, auch aktive Senioren in den Schulen. In manchen Dojos sind nicht selten Teilnehmer über 70 oder 80 Jahre alt. Das Durchschnittsalter in den Schulen liegt bei ca. 35-40 Jahren. In diesem Alter möchten die Menschen Abstand zu ihrem hektischen Arbeitsalltag finden und suchen nach einer aggressionslosen Möglichkeit, Geist und Körper in Einklang zu bringen. Eine Trainingseinheit besteht in der Regel aus 60 Minuten. Meditiert wird nicht in jeder Schule, dass sind individuelle Kursinhalte, die jeweils bei dem Dojo zu erfragen sind. In der Regel gibt es überall die Möglichkeit, an einem kostenlosen Probetraining teilzunehmen. Auch stehen die erfahrenen Trainer und anderen Mitglieder für das Beantworten von Fragen zur Verfügung.